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Common-Law

Common-Law

Common-Law ist ein Begriff für das Rechtssystem, welches besonders in einigen englischsprachigen Ländern vorherrscht. Common-Law ist als Rechtssystem nicht auf Gesetzen basierend, wie z.B. das in Deutschland übliche Rechtssystem, welches auch Civil-Law genannt wird, sondern auf maßgebliche richterliche Urteile der Vergangenheit, sogenannte Präzedenzfälle. In Ländern des Common-Law Rechtssystems steht der Richter in seiner Bedeutung weit höher als hier zu Lande.

Einige D&O Versicherer bzw. D&O Policen schließen im Geltungsbereich der D&O Versicherung die Common-Law-Länder vom Versicherungsschutz aus. Hier gilt zu prüfen, ob Versicherungsschutz für die Common-Law-Länder benötigt wird.

Eine erste Übersicht über die als Common-Law-Länder bezeichneten Staaten gibt Ihnen die nachfolgende Auflistung der Common-Law-Länder: Großbritannien: England, Wales, Schottland: teilw. kontinental + Nordirland + Kanalinseln + Dependent Territorries (Bermudas, Cayman Islands, Bahamas etc.: offshore financial centers) 2.Frühere engl. Kolonien, insbes. Australien, Kanada (s. aber Quebec), Neuseeland, Ehem. brit. Kolonien in Afrika (Ghana, Kenia, Uganda etc): Durch ein Sondergesetz der brit. Krone od. der Kolonialverwaltung wurde Common-Law, Equity und statutes of general application (zu bestimmtem Zeitpunkt geltend) in Kraft gesetzt. Sonderlage Südafrika (Roman-Dutch Law). Ehem. brit. Kolonien in Asien. aa) Indien (urspr. Common Law nur in sog. Presidency Towns: Madras, Bombay, Calcutta. British East India Company), Pakistan, Burma: Sondersituation mit Hindu- bzw. islam. Religion bb) Sondersituation Hongkong (seit 1.7.1997 wieder bei VR China).

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